Friedrich Dürrenmatts Stoffe-Projekt als digitale Edition

Friedrich Dürrenmatt – Das Stoffe-Projekt, Rudolf Probst und Ulrich Weber (ed.), 2021-2022. https://www.fd-stoffe-online.ch/ (Last Accessed: 08.08.2022). Reviewed by orcid-icon Nadine Sutor (Bergische Universität Wuppertal), sutor@uni-wuppertal.de. ||

Abstract:

The Stoffe-project is a text-genetic hybrid edition that digitally processes and presents the works of the Swiss writer Friedrich Dürrenmatt (1921–1990). The estate is part of the founding inventory of the Swiss Literary Archives (SLA), where it has been indexed since 1991, one year after Dürrenmatt’s death, and initially digitally processed in a preliminary version. This served as the scientific basis for the five-volume print edition that was published in May 2021. Editors are Rudolf Probst and Ulrich Weber. The sophisticated new edition is linked to a digital edition in which Dürrenmatt’s autobiographical works can be explored. In the three sections “Text”, “Genesis”, and “Archive”, the online edition offers, on the one hand, the text of the selection edition in digital form, and, on the other hand, text-genetic tools for orientation, as well as the entire manuscript material in the scope of about 30,000 leaves in the form of facsimiles. Thus, Dürrenmatt’s most important work complex of the late oeuvre can be experienced as a process in all its dynamics and complexity. Although Friedrich Dürrenmatt’s complex of materials is made accessible in digital form, it does not meet common best practices of digital scholarly editions which in turn has a negative impact on its compliance with the FAIR principles.

Gegenstand und Inhalte der Edition1

1Friedrich Reinhold Dürrenmatt, geboren am 5. Januar 1921 in Stalden im Emmental, gestorben am 14. Dezember 1990 in Neuenburg, war ein Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler. Viele seiner Romane und Erzählungen wurden auch als Hörspiel bearbeitet. Von beinahe allen Werken existieren unterschiedliche Fassungen. Im Fokus stehen autobiographische Werke, Korrespondenzen und Lebensdokumente. Gegenstand der Rezension ist die digitale Edition2 des Stoffe-Komplexes Friedrich Dürrenmatts. Die Stoffe sind ein unvollendeter Lebensbericht voller Geschichten und Prosa-Skizzen, die Dürrenmatt zu seinen Lebzeiten nicht publizieren konnte. Der Mehrwert der digitalen textgenetischen Hybridedition liegt in der Sichtbarmachung des dynamischen Schaffens- und Schreibprozesses Dürrenmatts. Das autobiographische Schreiben wird selbst zum Stoff, zum Drama, das sich in der Mikrogenese in Form von händischen redaktionellen Überarbeitungen in den Typoskripten widerspiegelt. Ziel des Editionsprojekts ist nicht die Herstellung einer editorisch konstituierten Textversion; stattdessen zeigt die Edition einen Weg auf, wie die komplexe Textgenese, die durch das ständige Kreisen der Gedanken und des Umformulierens beeinflusst wird, dargestellt und digital umgesetzt werden kann.

2Über zehn Jahre lang haben die Herausgeber Ulrich Weber und Rudolf Probst an der Druckausgabe gearbeitet und die mehr als 30.000 hinterlassenen Seiten des Stoffe-Archivs akribisch gesichtet. Ziel der fünf Bände ihrer Neuedition (Weber und Probst 2021) ist es, den Leser*innen sämtliche Textvarianten, Nebennotizen, Lektürequellen und Aufbau-Skizzen bis hin zum finalen Manuskript zugänglich und nachvollziehbar zu machen (Funk 2021; SNB 2020). Sowohl die gedruckte Neuauflage als auch die digitale Edition übernehmen die ursprüngliche Terminologie des Ablagesystems aus Dürrenmatts ehemaligem Sekretariat. Das digitale Medium erlaubt zudem Querverweise zu anderen Parallel- und Textstellen sowie Referenzen zu Bilddokumenten. Beide Ausgabeformate, die digitale Edition und die Druckausgabe, nutzen dafür ein identisches typografisches Symbolsystem. Die Online-Präsentation der Edition verweist auf den Diogenes Verlag, Herausgeber der Druckfassung, der sich alle Rechte vorbehält.3 Darüber hinaus lassen sich mangels Dokumentation der Auswahlkriterien der digital präsentierten Materialien keine Rückschlüsse auf mögliche Hintergründe dieser editorischen Entscheidung ziehen.

3Die Edition ist in drei übergeordnete Bereiche aufgeteilt, die in sich miteinander verknüpft sind. Unter Archiv 4 stellt sie die 30.000 Manuskriptseiten, die in über 350 Textzeugen überliefert sind, in Abbildungen und überwiegend auch mit Transkriptionen zur Verfügung. Die Archivnomenklatur wurde bereits bei der Erschließung des Nachlasses berücksichtigt und die Reihenfolge und Ordnung der Manuskriptsignaturen beibehalten. Der dynamische Arbeits- und Schaffensprozess Dürrenmatts an seinem autobiographischen Stoffe-Projekt wird im Bereich Genese 5 durch unterschiedliche exemplarische Zugänge visualisiert. Der dritte Bereich gibt den vollständigen Text 6 der gedruckten Buchausgabe band-, text- und seitenidentisch wieder. Von hier aus sind sämtliche Originalmanuskripte aus dem Nachlass der Stoffe zugänglich.

4Innerhalb der drei Zugänge bereitet die Edition das Material unterschiedlich auf. Das Projekt umfasst audiovisuelle Medien und interaktive Komponenten. Ton– und Filmdokumente im Archiv geben einen Einblick in die Lebens- und Arbeitsweise Dürrenmatts. Das Film- und Tonmaterial markiert dabei eine von mehreren Subkategorien innerhalb der Edition. Aufgrund ihrer Navigation und Menügestaltung vermittelt die Edition zunächst den (falschen) Eindruck, ihr Schwerpunkt läge auf audiovisuellen Medien und nicht auf der schriftlichen Überlieferung des Stoffe-Komplex. Dies ist ein Defizit der Ausgabe. Weitere Bestandteile des Stoffe-Projekts sind das umfangreiche Handschriftenmaterial, Schreibmedien, bzw. Textsorten und Genres. Dokumenttypen wie beispielsweise Arbeitsfassungen, Reinschriften, Notizhefte und Computertexte sind im Archiv-Bereich der Edition im linken Menü über einen Button oben links auf der Seite aufrufbar. Eine Timeline 7 und komplexe Stemmata 8 im Bereich zur Genese visualisieren das chronologische Erscheinen der Manuskripte, Arbeitsfassungen sowie damit zusammenhängende biographische Ereignisse. Durch diese exemplarischen Zugänge versucht die Edition die literarische Entwicklung der Stoffe nachvollziehbar und verständlicher zu machen. Volltexte stehen im Bereich Text zur Verfügung und können im PDF-Format auf Seitenbasis heruntergeladen werden. Optisch gleichen diese dem Layout der gedruckten Fassung. Weitere Kontextmaterialien und Bibliografien stehen nicht zur Verfügung.

Ziele und Methoden

Abb. 1: Transkription und Faksimile in paralleler Ansicht.

5 Das Edendum der Edition ist der Stoffe-Komplex, innerhalb dessen das Archiv eine tragende Rolle spielt. Trotz der beibehaltenen Archivnomenklatur und Signaturen aus Dürrenmatts ehemaligen Sekretariat ist das Projekt kein „digitales Archiv“, denn die Art der Aufbereitung erfüllt editorische Ansprüche. Die Dokumente wurden editorisch durchgearbeitet und kritisch reflektiert, sodass sie für die Forschung im philologischen Kontext benutzbar sind. Dadurch wird das „Archiv“ zu einer „Edition“. Die archivalische Komponente der digitalen Edition hat zunehmend an Bedeutung gewonnen. Vorzeigeprojekte wie die digitale Faust- und Köppen-Edition räumen dem Archiv einen beachtlichen Stellenwert ein. Im digitalen Medium haben auch Bild- und Audiomaterialien ihren Platz gefunden. Im Fokus des Stoffe-Projekts steht eine Edition, die das Korpus Dürrenmatts in seiner Komplexität sichtbar macht, und zwar in einer Art und Weise, die sowohl Fachwissenschaftler*innen als auch die breite Leserschaft Friedrich Dürrenmatts verstehen. Letztere soll sich nicht erst in komplexe Transkriptionsregeln einlesen oder einen editorischen Grundkurs belegen müssen, um mit der Edition arbeiten zu können, so die Editoren im Rahmen eines Vortrages am IZED (Interdisziplinäres Zentrum für Editions- und Dokumentwissenschaft).9 Um diesem Anliegen nachzukommen, stellt die Edition verschiedene Ansichten (z. B. Lesetext, diplomatische Transkription in einer parallelen Ansicht mit dem Faksimile) bereit (Abb. 1). In der Edition befindet sich jedoch kein Bereich (z. B. „About“ oder „Über die Edition“), der genau das als Ziel und Methode explizit formuliert.

6Ein großer Kritikpunkt an der digitalen Edition des Stoffe-Projekts ist, dass keine Angaben zur technischen Umsetzung gemacht werden. Es gibt keine öffentliche Dokumentation, die nähere Informationen zum verwendeten Datenmodell und -format gibt. Folglich kann keine Aussage über die Art der Modellierung (und inwiefern diese gängigen Standards entspricht) getroffen werden.

Umsetzung und Präsentation

7Im Rahmen des Vortrags erklärten die Herausgeber, die Stoffe-Edition sei auf technischer Seite unabhängig von umliegenden Technologien wie Datenbanken und Programmbibliotheken, ohne zu spezifizieren, welche Art von Datenbank, Server, Programmbibliotheken oder APIs genau verwendet wurden. IT-Support für die Implementierung leistete Micro Solutions Software & Communications GmbH,10 Unterstützung bei der Datenmodellierung pagina GmbH,11 so die Herausgeber.

Abb. 2: Startseite der Edition.

8 Als Startseite erscheint beim Aufruf der Edition zunächst eine Landing Page (Abb. 2). Die optische Darstellung aus einem schwarz-weißen Corporate Design in Kombination mit einem serifenlosen Font wirkt zeitlos und modern. Das farblose, wenig spielerische, aber sauber und aufgeräumte Design sowie die unaufgeregte Schriftart werden durchgehend einheitlich in der gesamten Edition verwendet. Diese Art des schnörkellosen Designs steht in der Stiltradition der Schweizer Typografie-Bewegung aus den 1950ern und 1960ern.

9Kritisch ist der Umgang mit der Konsole, um Ressourcen und Inhalte einer Website mit Entwicklertools moderner Browser zu analysieren, da dieser – zumindest was den schnellen Zugriff per Rechtsklick angeht – von der Website gesperrt ist. Damit ist der Blick ‚hinter die Fassade‘ und somit in den Quellcode nicht bzw. nur über Umwege möglich, um beispielweise herauszufinden, welche Schriftarten die Edition für die unterschiedlichen Bereiche (z. B. für den Editionstext) verwendet.

Abb. 3: Inhaltsbereich der Edition.

10 Die textbasierten Abschnitte sind gut lesbar. Der zentrale Inhaltsbereich, der den Einstieg in die Edition über die drei Bereiche Archiv, Genese und Text ermöglicht, ist durch Klick auf eine beliebige Stelle auf der Startseite erreichbar. Der Inhaltsbereich spielt mit der graphischen Gestaltung der Buchausgabe. Eine interaktive Grafik zeichnet in Form einer Animation ein Labyrinth, das optisch eine Verbindung mit dem gleichnamigen Werk („Labyrinth“, 1998 bei Diogenes) Friedrich Dürrenmatts herstellt (Abb. 3).

Abb. 4: Aufgeklapptes Hauptmenü.

11 Der strukturelle Aufbau der Seite erlaubt den Nutzer*innen einen top-down-Einstieg, indem man sich Schritt für Schritt nach eigenen Interessen tiefer mit einem der drei Bereiche befassen kann. Archiv, Genese und Text verfügen in der linken oberen Ecke über eine ausklappbare Bereichsnavigation, die passend zu jedem Inhalt ein Inhaltsverzeichnis bereitstellt. Das aufklappbare Hauptmenü (Abb. 4) in der rechten oberen Ecke bildet die Hauptnavigation der Edition. Von hier aus ist es möglich, zu jeder beliebigen Stelle im Projekt zu springen.

Abb. 5: Die Suchfunktion ermöglicht die Eingabe eines Freitexts.
Abb. 6: Drei Register stehen innerhalb des Stoffe-Projekts zur Verfügung.

12 Die Edition verfügt über eine allgemeine Suchfunktion.12 Sie erlaubt die Eingabe eines Freitextes, der jedoch nicht via Auto-Completion vervollständigt wird. Die Ergebnissuche kann mit einer und/oder-Option sowohl innerhalb des Buchtextes als auch im Archiv angestoßen werden (Abb. 5). Hilfetexte, die Erläuterungen zur Benutzung der Suchfunktion bereitstellen, gibt es nicht. Register13 sind unter dem Bereich Text subsumiert. In sehr übersichtlicher Gestaltung stehen Personen- und Titelregister, Ortsregister und ein Titelregister [sic!], die sich jeweils alphabetisch sortieren lassen, zur Auswahl (Abb. 6).

13Die URLs der Seiten sind kurz und prägnant. Allerdings gibt das Projekt keine konkrete Empfehlung für deren Zitation. Das gilt auch für die Video- und Tondokumente. Damit stellt sich die Frage, wie granular die Editionsinhalte (z. B. Lesetexte oder Bildinhalte wie Faksimiles) zitierbar sind. Wie können sowohl einzelne Seiten als auch Objekte (z. B. ein Video oder eine Tonaufnahme) innerhalb der Edition nicht nur ordentlich zitiert, sondern auch persistent verfügbar gemacht werden? Die einzelnen Inhaltsobjekte im Stoffe-Projekt haben keine klaren Adressen und sind damit nicht feingranular adressierbar oder referenzierbar. Da die Edition keine Angaben zu APIs, d. h. zu technischen Schnittstellen, macht, muss man als Betrachter zu dem Schluss kommen, dass es keine gibt. Somit bietet das Stoffe-Projekt keine Option zum „Harvesten“ der Daten und lässt sich auch nicht in andere, übergreifende Systeme integrieren. Eine Download-Option für die Daten, d. h. die transkribierten Texte und die Faksimiles, gibt es nicht. Lediglich die Lesetexte können im PDF-Format heruntergeladen werden.

Benutzerführung

14Die Edition weist einige technische Mängel und Unzulänglichkeiten auf: Beispielsweise dauert es mehrere Sekunden, bis die Startseite geladen ist. Vereinzelt kommt es auch beim PDF-Download einzelner Textseiten zu Ladezeitverzögerungen. Die neu geöffneten Tabs sind außerdem leer. Insgesamt ist die Suchfunktion sehr basal gehalten. Es gibt keinen Hinweis darauf, was wo und wie durchsucht und gefunden werden kann. Innerhalb des Suchbereichs sollten die Register und bereitgestellten Metadaten miteinbezogen werden. Die Zweiteilung bzw. Unterscheidung in „Personen- und Titelregister“ versus „Titelregister“ ist nicht ohne Weiteres verständlich. Bei näherer Betrachtung wird deutlich, dass es sich hierbei um die gleichen Titel handelt, nur anders geordnet.

Abb. 7: Übersicht mit den verwendeten Icons eines jeden Bereichs (Bereichsnavigation).
Abb. 8: Übersicht mit den in der Edition verwendeten Ideogramme als Querverweise zu weiterem Material.

15 Die ausklappbaren hierarchischen Menüs innerhalb der drei Bereiche Archiv, Genese und Text schaffen Übersichtlichkeit bei der Navigation, allerdings müssen die Nutzer*innen die kleinen „Ausziehmenüs“ in der linken oberen Ecke zunächst finden und als solche erkennen (Abb. 7). Die Seiten- und Pfeilnavigation ist schlicht und erklärt sich von selbst. Kleine Ideogramme am linken und rechten Bildrand innerhalb von Text verweisen auf weiteres, nicht ausschließlich textuelles Material, auf das sich Dürrenmatt bezieht, welches aus seiner schriftstellerischen Arbeit hervorgegangen ist oder seinen Schaffensprozess beeinflusst hat (Abb. 8).

Abb. 9: Text- und Bildansicht innerhalb des Archivs.

16 Die Dokumentdarstellung im Archiv ist gelungen: Sie ist minimalistisch und doch ist alles da, was man braucht: Nutzer*innen können zwischen einer Faksimile-, einer Textansicht oder einer Parallelansicht wählen. Durch die Bereitstellung gängiger Zoom-Funktionen oder eines Vollbildmodus erlaubt der Viewer eine genauere Betrachtung der Quelle. Die Anzeige der Varianten ist ebenfalls möglich (Abb. 9).

17Der Begrüßungstext innerhalb von Text markiert einen gewissen Bruch zu den anderen Inhalten. Das ausklappbare Inhaltsverzeichnis auf der linken Seite erlaubt eine Navigation innerhalb der Bände und die Auswahl einzelner Kapitel. Die Texte selbst sind gut lesbar und wirken in ihrer Darstellung aufgeräumt. Die Verweise sind als Links realisiert und bringen einen funktionalen Mehrwert, indem sie das Stoffe-Projekt und seine inhaltlichen Komponenten miteinander verknüpfen. Die Referenzen auf Dokumentfaksimiles sind allerdings weniger offensichtlich und könnten durchaus prägnanter hervorstechen, damit sie sich der Nutzer*in unmittelbar erschließen. Grundsätzlich sollten alle Links und verlinkten Icons mit einem Tooltip versehen sein, damit das Linkziel bzw. die Funktion des Elements klar ist, bevor die Nutzer*in daraufklickt. Ein übergeordnetes Feld im Header des Textbereichs erlaubt die Eingabe von Seitenzahlen.

Abb. 10: Timeline mit der chronologischen Anzeige unterschiedlicher Kategorien.

18 Innerhalb der Genese bietet die Edition mit einer Timeline und verschiedenen Stemmata zwei exemplarische Zugänge zur komplexen Textgenese. In der Timeline können mehrere Kategorien selektiert und kombiniert werden, die dann in chronologischer Reihenfolge z. B. erscheinende Manuskripte, Arbeitsfassungen und damit zusammenhängende biographische Ereignisse anzeigen. Sie bildet alle Elemente auf einem Zeitstrahl ab, die sich datieren lassen. Die Timeline (Abb. 10) ist voll funktionsfähig, intuitiv und einfach benutzbar. Features wie das Scrolling, das Hovern über den Einträgen und das dadurch erzeugte Pop-up funktionieren einwandfrei. Die Chronologie von Dokumenten ist durchaus relevant für die Genese der Stoffe, insofern ist die Timeline an dieser Stelle der Edition richtig aufgehoben.

Abb. 11: Ausschnitt aus einer stemmatologischen Ansicht über die Genese der Stoffe im Zeitraum von 1964 bis 1981.

19 Auf der Seite zu den Stemmata erscheint zunächst eine leere Seite. Für die Anzeige muss über das linke Bereichsmenü manuell eines der insgesamt vier Stemmata ausgewählt werden. Sie stellen den Entstehungsprozess unterschiedlicher Arbeitsphasen über einen gewissen Zeitraum grafisch dar, um die Textgenese auf diese Weise zu visualisieren und nachvollziehbar zu machen (Abb. 11). Funktional hat dieses Feature noch Verbesserungspotential. Die mit Hilfe dieses Tools dargestellte Visualisierung baut sich nur sehr langsam auf, da das Material sehr umfangreich und komplex ist. Die Dynamik und die Ladezeit könnten und sollten geschmeidiger sein. Die Übersichtsvisualisierung zu jedem Stemma ist allgemein gut gelungen und technisch souverän gelöst, wirkt in der optischen Darstellung, so wie die gesamte Edition, allerdings sehr buchähnlich. Ein großer Vorteil ist die Verknüpfung der einzelnen Felder mit den entsprechenden Textabschnitten aus dem Stoffe-Komplex. Die Stemmata zeichnen sich durch eine leichte Handhabung aus. Für eine genauere Betrachtung erlaubt die Visualisierung ein stufenloses Zoomen. Die Legende sollte auf den ersten Blick allerdings sichtbarer und bei der vergrößerten Ansicht „sticky“ am Rand der Visualisierung oder dynamisch einblendbar sein

20Als dritter und letzter Bestandteil der Genese visualisiert eine Textzeugenliste die überlieferten Textzeugen. Die Tabelle als Mittel der Darstellung ist gut gewählt, um neben der Timeline ein zusätzliches Werkzeug für die Anzeige chronologischer Abfolgen anzubieten. Die Sortierung beginnt mit der ältesten Quelle. Die Kolumnen sind zusätzlich nach Signatur, Titel und Datierung sortierbar. Eine weitere Spalte zeigt an, ob der Textzeuge Teil der Druckedition ist.

Soziabilität und Ausgabegeräte

Abb. 12: Ein schmaler Viewport führt zu einer Überlappung der Inhalte.

21 Das Stoffe-Projekt ist nicht mit sozialen Medien oder virtuellen Forschungsumgebungen verbunden. Alternative Ausgabeformen wie spezielle Druckformate oder zusätzliche digitale Formate für kleinere Geräte (E-Reader, Tablets, Apps für Smartphones) gibt es nicht. Die Aktivierung schmalerer Viewports zeigt, dass das Responsive Design für die Anzeige in schmaleren Bildschirmen, die kleiner als 800px sind, noch nicht ganz ausgereift ist. Die Menüs auf der linken und rechten Seite überschneiden den Inhaltsbereich, sobald die Breite abnimmt, wie das Beispiel mit der Anzeige des Faksimile-Viewers zeigt (Abb. 12). Das ausgezogene Menü müsste sich automatisch verkleinern oder sollte weniger Platz des Bildschirms einnehmen, um diese Überlappung zu vermeiden.

Daten

22Die Grunddaten der Edition sind weder auffindbar noch zugänglich. Wie die Herausgeber in dem bereits erwähnten Vortrag am IZED erklärt haben, wurden für die Dürrenmatt-Edition projekteigene Kodierungsrichtlinien entwickelt. Diese kämen einer Kodierung nach den Richtlinien der Text Encoding Initiative (TEI)14 zwar sehr nahe, entsprächen diesen aber nicht. Daher ist es fraglich, inwieweit die Daten des Stoffe-Projekts interoperabel und wiederverwendbar sind, sobald sie außerhalb der für die Edition konzipierten technischen Infrastruktur genutzt werden. Die Interoperabilität der Edition wird, abgesehen von dem projekteigenen Kodierungsschema, auch durch den Verzicht auf eine Erschließung mit Normdaten (z. B. GND für Personen im Register) weiter eingeschränkt.

Abb. 13: Einblendung der Metadaten.

23 In der Parallelansicht von Faksimile und Lesetext kann die Leserschaft über einen Klick auf eine kleine Fahne mit der Aufschrift „Metadaten“ am rechten Bildrand weitere relevante Informationen über das angezeigte Dokument einblenden (Abb. 13). Dabei handelt es sich lediglich um bibliografische und sammlungsspezifische Informationen. Dort würde man zusätzlich Daten zur Identifikation, Beschreibung, Darstellung, Organisation, Dokumentation und somit Relevantes zum Erschließungsprozess des Dokuments erwarten. Eine Downloadfunktion wäre von Vorteil.

Abb. 14: Hinweis zum Umgang mit kopiertem Code.

24 Die Daten sind in keinem öffentlichen Repositorium publiziert (z. B. GitHub, Zenodo oder ein fachspezifisches Repositorium). Die Entscheidung der Verantwortlichen, die Daten weder einsehbar noch für die Nachnutzung (wenn man sie aufgrund der projekteigenen Kodierung extern denn verwenden kann) bereitzustellen, ist in der Edition nirgends begründet. Auch über rechtliche Möglichkeiten und Beschränkungen für die Nachnutzung der Inhalte, Rechte- und Lizenzmodell gibt die Edition abgesehen von dem Rechtevorbehalt des Verlags keine unmittelbar transparente Auskunft. Grundsätzlich verfolgt die Edition keine offene Datenpolicy: Wenn Nutzer*innen eine Textstelle zu Zitierzwecken via Strg+C kopieren möchten, erscheint in Form eines „Alerts“ eine Warnung, die auf rechtliche Konsequenzen verweist, sollten mehr als 1000 Zeichen übernommen werden (Abb. 14). Darüber hinaus ist die Einsicht in den Quellcode via Rechtsklick blockiert. Lediglich über den Menüpunkt „Seitenquelltext anzeigen“ in Firefox und den „Entwicklertools“ in Chrome wird dieser sichtbar. Da die Edition vermutlich vollständig js-basiert ist und nur das Grundkonstrukt des Aufbaus aus HTML besteht, lassen sich die einzelnen Seiten vermutlich nicht archivieren. Mit Blick auf die Druckausgabe, die finanziell erworben werden muss und aus der sich fairerweise größere Textmengen nicht direkt herauskopieren lassen (z. B. durch Scannen und Vervielfältigen), was mutmaßlich strafbar ist, ist diese Art der Blockade, bzw. Einschränkung des Zugriffs in der Online-Ausgabe in gewisser Weise nachvollziehbar. Die Frage nach den Beweggründen, warum im digitalen Medium Informationen „einbehalten“ werden, ist dennoch berechtigt. Durch eine mangelnde Dokumentation und Kommunikation der editorischen Entscheidungen bleiben die Editoren den Nutzer*innen jedoch eine Erklärung schuldig.

25Innerhalb der Edition gibt es keinen Bereich mit thematisch einführenden und erläuternden Texten, die das Projekt kontextualisieren. Auch die Nennung aller Beteiligten fehlt. Die Auswahl der Inhalte sowie deren Herkunft ist in der chronologisch sortierten Textzeugenliste15 nachvollziehbar. Tabellarisch beinhaltet sie unter anderem die Signatur, den Titel und die Datierung sowie Angaben über die Texterfassung. Die Editionsrichtlinien, die für die Wiedergabe der Manuskripte konzipiert wurden, sind im Bereich Text zu Beginn kurz zusammengefasst. Für eine detaillierte Aufführung über die Prinzipien der Textwiedergabe wird auf Band 1, Seite 2416 Zur Geschichte meiner Schriftstellerei in der Druckausgabe verwiesen.

26Da es zum jetzigen Zeitpunkt weder eine konkrete Zitierempfehlung noch Permalinks für eine dauerhafte Adressierung sowohl auf Makroebene (Website) als auch auf Mikroebene (Objekte, wie Tonaufnahme, Video, Bild) gibt, ist die Aussicht auf eine dauerhafte Nutzbarkeit und Verfügbarkeit der Ressource eher fraglich. Aufgrund fehlender Angaben über ein Repositorium, welches die langfristige Speicherung der Daten ermöglichen soll, ist ebenso ungewiss, ob die verantwortlichen Institutionen den Erhalt der Daten oder gar der Präsentation planen.

Fazit

27Bei der Entwicklung digitaler Editionen und ihrer Methoden für die erschließende Wiedergabe historischer Dokumente und Texte haben sich in der einschlägigen Community bestimmte best practices etabliert, die u. a. im Kriterienkatalog des IDEs (Sahle 2014) dokumentiert sind. Das Stoffe-Projekt setzt viele dieser best practices nur unzureichend oder gar nicht um. State-of-the-Art in digitalen Editionen ist heutzutage beispielsweise die Kodierung in XML/TEI. Ohne die Verwendung dieses De-Facto-Standards digitaler Editionen sind Nachnutzung und Austauschbarkeit der Ressourcen nur schwierig zu gewährleisten. Digitale Editionen (aber auch Druckeditionen) arbeiten üblicherweise nach spezifischen Editionsrichtlinien, die hier in keiner Weise transparent gemacht werden, von einem formalisierten technischen Schema der Kodierung (z. B. XML-Schema, rng oder ODD) ganz zu schweigen. Ebenso fehlt eine ausführliche Dokumentation zu sämtlichen Schritten der Erstellung und Bearbeitung des Editionsprojekts. Die Rezipient*innen können über die verwendeten Methoden und Praktiken nur spekulieren, da die Editoren ihre Entscheidungen wenig bis gar nicht explizit machen. Insgesamt werfen die in der Rezension thematisierten Mängel die Frage auf, ob das Projekt selbst gar nicht den Anspruch erhebt, als digitale Edition gewertet zu werden, sondern sich selbst möglicherweise vielmehr (‚nur‘) als digitales Archiv oder digitale Begleitpublikation versteht.

28Die nicht eingehaltenen Standards für digitale Editionen haben Auswirkungen auf die Umsetzung der FAIR-Prinzipien, mit deren Hilfe „Forschungsdaten für Menschen und Maschine optimal aufbereitet und zugänglich“ (FAIRe Daten) gemacht werden sollen. Für das Stoffe-Projekt kann festgehalten werden, dass in so gut wie allen Bereichen der FAIRness, insbesondere aber auf der technisch-datenbasierten Seite, Nachholbedarf besteht. So ist die digitale Edition zwar jenseits der Datenebene via Google-Recherche findable (Suchbegriff „Dürrenmatt Stoffe“), allerdings bezieht sich findability nicht nur auf die Auffindbarkeit im Netz, sondern auch auf einzelne Bestandteile wie die Daten. Eine klare Forderung des IDE-Kriterienkatalogs (Sahle 2014) legt fest, dass einzelnen Inhaltsobjekten klare Adressen vergeben werden sollen und müssen, um sie feingranular adressierbar und referenzierbar zu machen. Zusätzlich sollte jede digitale Edition über Zitationshinweise verfügen und Permalinks auf Seiten- und Objektbasis erstellen. Beide Punkte finden innerhalb des Stoffe-Projekts keine Umsetzung. Des Weiteren werden die Datensätze, darunter neben den Transkriptionen auch Archivdokumente, nicht accessible gemacht, obwohl z. B. ein Bulk-Download eine einfache Lösung der Bereitstellung wäre. Ebenfalls mit geringem Aufwand könnte man die Sichtbarkeit, Nachnutzung und Langzeitarchivierung der Daten durch die Einspeisung in ein Repositorium (z. B. Zenodo) steigern. Da aufgrund der fehlenden Dokumentation an keiner Stelle ersichtlich wird, inwiefern der XML/TEI-Standard bei der Datenmodellierung berücksichtigt wurde, ist wiederum fraglich, ob ein Transfer über Schnittstellen mit anderen Systemen möglich ist und wie interoperable die Daten schlussendlich sind. Gleiches gilt für die Frage, wie reusable die Edition und ihre Daten sind; eine Angabe zur Lizenz fehlt.

29Grundsätzlich ist unklar, wie viel Einfluss der Verlag auf den Publikationsprozess der digitalen Edition hat. Es ist undurchsichtig, wie die Projektkonstellation zwischen dem Verlag und den Editor*innen aussieht und von welcher Seite aus entschieden wurde, welche Bestandteile des Nachlasses mit welcher Begründung digital veröffentlicht werden und welche nicht. Diese Tendenz einer Beschränkung und Eingrenzung macht sich auch im Umgang mit dem Quellcode der Edition bemerkbar. Für Entwickler*innen im Bereich digitaler Editionen ist es Usus, die Kodierung und Umsetzung verschiedener Projekte zu besprechen. Die Website des Stoffe-Projekts reizt hingegen ihre Möglichkeiten aus, die Einsicht des Quellcodes zu erschweren, auch wenn sie diese technisch nicht gänzlich verhindern kann.

30Jenseits aller „handwerklichen Fragwürdigkeit“ macht die Edition Dürrenmatts wichtigsten Werkkomplex des Spätwerks in seiner ganzen Dynamik und Komplexität als Prozess erfahrbar. In den drei Bereichen Text, Genese und Archiv bietet die Online-Ausgabe einerseits den Text der Auswahlausgabe in digitaler Form, andererseits textgenetische Werkzeuge zur Orientierung sowie das gesamte Handschriftenmaterial im Umfang von rund 30.000 Blättern in Form von Faksimiles. Die digitale Aufbereitung, Erschließung und Präsentation des Nachlasses, insbesondere des Archivs, profitieren von den Möglichkeiten des digitalen Mediums, in dem Querverweise, Referenzen und unterschiedliche Visualisierungen implementiert sind, um die komplexe Textgenese in seiner Gesamtheit darzustellen und nutzbar zu machen. Abseits der drei Haupteinstiegsmöglichkeiten auf übergeordneter Ebene durch Text, Genese und Archiv ermöglicht das Angebot von Lesetext, Transkription und Faksimile unterschiedliche Ansichten und somit unterschiedliche Zugänge zu dem Korpus. Damit stellt die digitale Edition als Begleitpublikation zum Druck ohne Zweifel eine für die Forschung gewinnbringende Ergänzung dar, auch wenn die Potentiale des digitalen Mediums nur bedingt ausgeschöpft wurden und die Edition an vielen Stellen hinter etablierte best practices der Digital Humanities zurückfällt.



Anmerkungen

[1]  Im Mai 2021 fand am Lehrstuhl für Digital Humanities der Bergischen Universität Wuppertal ein interner Test der vorläufigen Beta-Version des Stoffe-Projekts statt. An dieser Testgruppe war auch die Verfasserin dieses Reviews beteiligt. Im Vorfeld der Veröffentlichung des Projektes wurden dabei von den Tester*innen sowohl eine Bewertung des Gesamteindrucks als auch Detailbeobachtungen vorgenommen. Relevante Parameter waren u. a. die Funktionalität, die Benutzbarkeit und das Layout der Edition. Die Ergebnisse der Auswertung wurden den Herausgebern der Edition zur Verfügung gestellt.

[2]   Offizielle Website der Edition: https://www.fd-stoffe-online.ch (05.01.2022).

[3]   Siehe: https://web.archive.org/web/20230406143229/https://www.fd-stoffe-online.ch/text/0.

[4]   Bereich Archiv: https://web.archive.org/web/20220805160920/https://www.fd-stoffe-online.ch/archiv.

[5]   Bereich Genese: https://web.archive.org/web/20220805161446/https://www.fd-stoffe-online.ch/genese.

[6]   Bereich Text: https://web.archive.org/web/20220808073610/https://www.fd-stoffe-online.ch/text.

[7]   Timeline mit Auswahl Biographisches Ereignis: https://web.archive.org/web/20220808073755/https://www.fd-stoffe-online.ch/timeline.

[8]   Übersicht zur Genese der Stoffe: Stemmata 1964–1981: https://web.archive.org/web/20220808073949/https://www.fd-stoffe-online.ch/stemmata.

[9]   Dürrenmatts Stoffe-Projekt. Vom Nachlass zur Hybridedition. Veranstaltungsankündigung und -einladung des Graduiertenkollegs „Dokument – Text – Edition“ auf der Website des IZED der Bergischen Universität Wuppertal: https://web.archive.org/web/20220808074239/https://www.ized.uni-wuppertal.de/de/home/.

[10]   Impressum, https://web.archive.org/web/20220808074512/https://www.fd-stoffe-online.ch/impressum.

[11]   pagina, offizielle Website: https://web.archive.org/web/20220808074740/https://www.pagina.gmbh/digital-humanities/konzeption-und-beratung/.

[12]   Suche, https://web.archive.org/web/20220808074919/https://www.fd-stoffe-online.ch/search.

[13]   Register, https://web.archive.org/web/20220808103013/https://www.fd-stoffe-online.ch/register/.

[14]   TEI-Guidelines, https://tei-c.org/guidelines.

[15]   Chronologische Textzeugenliste, https://web.archive.org/web/20220808075352/https://www.fd-stoffe-online.ch/chrontxtz.

[16]  Prinzipien der Textwiedergabe: https://web.archive.org/web/20220808075508/https://www.fd-stoffe-online.ch/text/1.


Bibliographie

„FAIRe Daten. Wie die FAIR-Prinzipien umgesetzt werden können“. In Forschungsdaten.info, https://web.archive.org/web/20230425082930/https://forschungsdaten.info/themen/veroeffentlichen-und-archivieren/faire-daten/.

Funk, Gisa. 2021. „Friedrich Dürrenmatt. Das Stoffe-Projekt. Hinter tausend Spiegeln“ (Radiobeitrag). In Deutschlandfunk, https://web.archive.org/web/20230425082236/https://www.deutschlandfunk.de/friedrich-duerrenmatt-das-stoffe-projekt-hinter-tausend-100.html.

Sahle, Patrick (unter Mitarbeit von Georg Vogeler et al.). 2014. „Kriterien für die Besprechung digitaler Editionen, Version 1.1.“ In RIDE: A Review Journal for Digital Editions and Resources https://web.archive.org/web/20230120160031/https://www.i-d-e.de/publikationen/weitereschriften/kriterien-version-1-1/.

Schweizerische Nationalbibliothek (SNB). 2020. „Friedrich Dürrenmatt: Das Stoffe-Projekt. Textgenetische Edition in fünf Bänden.“ https://web.archive.org/web/20230425083714/https://www.nb.admin.ch/snl/de/home/ueber-uns/sla/publikationen/editionen/fd-stoffe.html.

Weber, Ulrich und Rudolf Probst (Hrsg.). 2021: Das „Stoffe-Projekt“. Textgenetische Edition in fünf Bänden im Schuber verbunden mit einer erweiterten Online-Version. Mit einem einleitenden Essay von Daniel Kehlmann. https://web.archive.org/web/20230425082637/https://www.diogenes.ch/leser/titel/friedrich-duerrenmatt/das-stoffe-projekt-9783257071016.html.


Abbildungen

Abb. 1: Transkription und Faksimile in paralleler Ansicht.

Abb. 2: Startseite der Edition.

Abb. 3: Inhaltsbereich der Edition.

Abb. 4: Aufgeklapptes Hauptmenü.

Abb. 5: Die Suchfunktion ermöglicht die Eingabe eines Freitexts.

Abb. 6: Drei Register stehen innerhalb des Stoffe-Projekts zur Verfügung.

Abb. 7: Übersicht mit den verwendeten Icons eines jeden Bereichs (Bereichsnavigation).

Abb. 8: Übersicht mit den in der Edition verwendeten Ideogramme als Querverweise zu weiterem Material.

Abb. 9: Text- und Bildansicht innerhalb des Archivs.

Abb. 10: Timeline mit der chronologischen Anzeige unterschiedlicher Kategorien.

Abb. 11: Ausschnitt aus einer stemmatologischen Ansicht über die Genese der Stoffe im Zeitraum von 1964 bis 1981.

Abb. 12: Ein schmaler Viewport führt zu einer Überlappung der Inhalte.

Abb. 13: Einblendung der Metadaten.

Abb. 14: Hinweis zum Umgang mit kopiertem Code.